Mobilisation, Koordination und Reaktion – 4. KVSH-Kumite-Training der Masterklasse in Wiemersdorf

Am Samstag, den 19. September, wurde die Halle des Sportlerheims Wiemersdorf zum Treffpunkt der Karateka der Masterklasse des KVSH. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr fand dort das KVSH-Kumite-Training für Karateka ab 30 Jahren statt. Geleitet wurde das Training wie im Juni von Susann Kuras und Ingo Jahnel.
Unter dem Motto „Auch Jukuren müssen sich beim Kumite bewegen“ lag der Schwerpunkt diesmal auf der Beinarbeit und dem Einsatz von Fußtechniken. Insgesamt nahmen fünf aktive Karateka – zwei Frauen und drei Männer – am Training teil. Einige weitere Teilnehmer mussten leider kurzfristig absagen.
Mobilisation, Koordination und Reaktion
In der ersten Trainingseinheit widmete sich Susann Kuras zunächst der Mobilisation und Kräftigung als Grundlage für effektive und kontrollierte Beintechniken. Dabei ging es nicht nur um die Beweglichkeit, sondern auch um die Verbindung von Koordination und Ausdauer. Besonderes Augenmerk lag auf einer aufrechten Körperhaltung – denn auch bei Fußtechniken soll die Haltung stabil bleiben.
Mit verschiedenen spielerischen Übungen wurden anschließend Reaktion und Koordination trainiert. Für viel Spaß sorgte eine Übung mit Hütchen und Stäben: Ein Hütchen musste mit den Zehen aufgenommen und anschließend auf einen vom Partner gehaltenen Stab gesetzt werden. Auch eine Ringreihe auf dem Boden kam zum Einsatz, bei der unterschiedliche Bewegungsmuster und Richtungen vorgegeben wurden.
Fußtechniken vorbereiten und als Finte einsetzen
In der zweiten Einheit übernahm Ingo Jahnel das Thema Fußtechniken und führte es in Richtung Kumite weiter. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine Fußtechnik vorbereitet oder als Finte eingesetzt werden kann, um anschließend mit einer Handtechnik zu punkten. Dabei wurde großer Wert auf die richtige Distanz und eine kontrollierte Ausführung gelegt.
Wie stehe ich zum Gegner? Welche Distanz muss ich überbrücken? Wohin muss mein Körpergewicht verlagert werden? Und wie verlasse ich anschließend sicher wieder die Schlagdistanz? Anhand verschiedener Partnerübungen wurden diese Aspekte praktisch erarbeitet.
Bewegung bleibt ein Schlüssel im Kumite
Das Training zeigte einmal mehr, dass Kumite auch in der Masterklasse von einer guten Beinarbeit, sicherer Distanzkontrolle und schnellen Reaktionen lebt. Mit abwechslungsreichen Übungen gelang es Susi und Ingo, technische Inhalte mit Koordination, Beweglichkeit und viel Spaß an der Bewegung zu verbinden. So konnte jeder Teilnehmer unabhängig vom individuellen Leistungsstand wertvolle Impulse für das eigene Wettkampftraining mitnehmen.
Neben den intensiven Trainingseinheiten blieb auch genügend Zeit für den Austausch untereinander. Das Training hat definitiv Lust auf mehr gemacht!
Nächster Termin
Das nächste KVSH-Kumite-Training der Masterklasse findet am 24. Oktober von 11:00 bis 13:15 Uhr in Wiemersdorf statt. Karateka der Masterklasse sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.








Artikel von:
Britta Eisermann
