Ashi Barai im Fokus: Intensives Kumite-Training in Wiemersdorf

Masterklassen Kumite am 24. Oktober 2026 im Senshi Dojo – Fußfeger, Kombinationen und Würfe im Fokus

Am 24. Oktober 2026 fand im Senshi Dojo in Wiemersdorf eine weitere Masterklassen-Einheit Kumite des Karate-Verbandes Schleswig-Holstein (KVSH) statt. Trotz der Herbstferien und der grassierenden Erkältungswelle fanden sich einige Teilnehmende zum Training ein. Die kleinere Gruppe bot beste Voraussetzungen für ein besonders intensives und individuelles Training direkt am Partner.

Da das gewohnte Vorbereiten der Matten beim letzten Training krankheitsbedingt nicht möglich gewesen war, hieß es zunächst: gemeinsam anpacken und die Trainingsfläche zügig vorbereiten. Anschließend konnte es unter der Leitung von Susann Kuras (2. Dan, Breitensportreferentin) und Ingo Jahnel (6. Dan) direkt auf die Matte gehen.

Von der Erwärmung direkt in die Kumite-Praxis

Bereits bei der Aufwärmung legte Susann Kuras großen Wert auf Core-Spannung, Körperstabilität und Balance. Übungen zur Beinkräftigung mit Therabändern wechselten sich mit koordinativen Aufgaben unter Einsatz von Hütchen ab. Dabei blieb es nicht bei der allgemeinen Erwärmung: Mit ersten Übungen zum Fußfeger leitete Susi fließend in die eigentliche Kumite-Einheit mit Ingo über.

Im Mittelpunkt stand das Thema Ashi Barai – der Fußfeger – in Kombination mit verschiedenen Angriffstechniken und einem abschließenden Wurf.

Die Teilnehmenden trainierten, den Partner durch gezieltes Pushen aus dem Konzept zu bringen und den Fußfeger wirkungsvoll mit weiteren Techniken zu verbinden. Dazu gehörten unter anderem Kisami Tsuki und Gyaku Tsuki sowie Mawashi Geri und Uramawashi Geri. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem richtigen Einschätzen der Distanz und der Frage, wie sich die Techniken in der Nah-, Mittel- und Ferndistanz effektiv einsetzen lassen.

Auch die Ausführung des Fußfegers mit dem vorderen oder dem hinteren Bein wurde intensiv geübt. Entscheidend waren dabei das richtige Timing, die passende Distanz und das harmonische Zusammenspiel der einzelnen Techniken.

Vom Fußfeger zum vollständigen Wurf

Zum Abschluss wurde es noch einmal besonders praxisnah: Die Teilnehmenden übten, mit einem Fußfeger in den Partner hineinzugehen und die Bewegung konsequent bis zum vollständigen Wurf fortzuführen.

Doch auch die Verteidigung kam nicht zu kurz. Mit dem sogenannten „Krabbelkäfer“ wurden Möglichkeiten erarbeitet, sich aus einer schwierigen Position zu befreien. Und wie der Partner sich durch eine geschickte Drehung wieder in eine günstige Position zu bringen, aus der ein Angriff zum Kopf möglich ist.

Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, die Techniken nicht isoliert zu betrachten, sondern sie sinnvoll miteinander zu verbinden. Denn ein Wurf allein bringt im Kumite keine Wertung – erst der anschließende Abschluss mit einer entsprechenden Technik macht die Aktion vollständig.

Danke und Ausblick

Trotz der kleinen Teilnehmerzahl war es eine intensive und abwechslungsreiche Trainingseinheit mit vielen praktischen Wiederholungen, individuellen Korrekturen und wertvollen Impulsen für das eigene Kumite.

Ein herzlicher Dank geht an Susann Kuras und Ingo Jahnel für die engagierte Leitung sowie an alle Teilnehmenden für ihren Einsatz auf der Matte. Wir freuen uns auf die nächste Einheit!

Ausblick: Das nächste Masterklassen-Kumite findet am 7. November 2026 in Kiel statt. Als Referenten sind Soufiane Jaounni und Ehaimae El Hayti dabei.

Interessierte Karateka sind herzlich eingeladen, die Gelegenheit zum gemeinsamen Trainieren und Weiterentwickeln zu nutzen.